Wenn das Kind mal krank ist aka Wie müde kann man als Mensch werden?



“Sorry, ich muss leider absagen. Mein Kind ist krank.”

Wenn ich so etwas früher von anderen Eltern gehört habe, habe ich mir dazu nicht viele Gedanken gemacht, sondern habe mir eher vorgestellt, dass das Kind und die Eltern / ein Elternteil halt zuhause bleiben, fertig.


Die letzten Tage haben mir gezeigt, was es wirklich bedeuten kann, wenn das Kind mal krank ist. Nämlich eine ziemliche Kack-Zeit kann das bedeuten, milde ausgedrückt. Bei uns war das zumindest eine absolute Horrorshow, zahlreiche Gefühlsausbrüche von allen Seiten und Balancieren am Rande des Wahnsinns inklusive.


Kennst du Schlaf-Folter? Wenn du Kinder hast, kennst du das. Wenn du schon mal ein krankes Kind in der Nacht betreuen musstest, kennst du es noch besser.


Vor 10 Jahren war ich noch ziemlich gut darin, die Nächte durchzumachen (und das vielleicht - vielleicht aber auch nicht - mit tendenziell erhöhtem Alkoholpegel im Blut). Da konnte ich relativ problemlos nach nur 3 Stunden Schlaf kichernd-restfett an der Uni antanzen und den Tag meistern.


Heute kommt eine schlaflose Nacht wegen röchelndem Kind, das auf die Brust sabbert und rotzt, einem absoluten Weltuntergang gleich und kann schon mal eine komplette (Arbeits-) Woche auf den Kopf stellen.


Nie im Leben hätte ich mir vorstellen können, wie hart es manchmal einfach sein würde. Vor allem die Nächte und die Schlafenszeiten konnte ich mir nicht einmal ansatzweise vorstellen pre-baby.


Da dachte ich, dass das Baby tagsüber eh viel schläft, da kann ich viele andere Dinge machen. “Ha - ha - ha”, denkt mein Mama-Ich, das nun weiß, dass sich (m)ein Baby, nicht einfach so mal ablegen lässt und in Ruhe schläft, sondern eigentlich immer Körperkontakt will.

Und über die Nächte mit Baby hatte ich davor einfach überhaupt keine Vorstellung. In den letzten Jahren konnte ich nach einer durchzechten Nacht (weniger aufgrund von coolen Parties, sondern eher wegen nahe-rückenden Deadlines in der Arbeit) den Schlafentzug einfach am Folgetag oder in der folgenden Nacht “nachholen”.


Schlaf nachholen mit Baby? Almost impossible. Ein Baby ist ein Wecker, den man einfach nicht auf ausschlafen stellen oder snoozen kann. Dabei snooze ich so gerne! Das geht jetzt einfach nicht mehr. Nur 2 Stunden gedöst nachts? Macht nix, jetzt wird aufgestanden, Mama.


Und dass der Kinderarzt natürlich genau dann Urlaub hat, wenn das Kind krank ist, ist eh ein goldener Klassiker. Also ab ins Auto und den halben Tag mit schreiend-krankem Kind im Auto zum Ersatz-Arzt verbringen.


Madre mia. So habe ich mir das sicherlich nicht vorgestellt. So ist es aber. Das sind die Kack-Tage, die muss es auch geben. Wenn das Kind mal krank ist, ist das also kein gemütliches Zuhause-Bleiben, sondern kann Schwerst-Arbeit bedeuten.


Welche Schwerst-Arbeit musstest du mit deinen Mäusen in letzter Zeit verrichten? Lass’ es uns in den Kommentaren wissen, damit wir uns alle nicht so alleine damit fühlen.


Müde Grüße und alles Liebe,

Mama Jama


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